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Vorbereitungsdienst und Staatsprüfung

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Vorbereitungsdienst und Staatsprüfung

Voraussetzungen

Studierende der nordrhein-westfälischen Hochschulen können in einem der folgenden Lehrämter ausgebildet werden:

  • Lehramt an Grundschulen
  • Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen
  • Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen
  • Lehramt an Berufskollegs
  • Lehramt für sonderpädagogische Förderung

Nach Beendigung des Studiums steht Ihnen der Weg in den Vorbereitungsdienst (Referendariat) für das von Ihnen gewählte Lehramt offen. Falls Sie Ihre Erste Saatsprüfung oder Ihre Masterprüfung (Master of Education) nicht in Nordrhein-Westfalen abgelegt haben, müssen Sie Ihr Zeugnis hinsichtlich des Zugangs zum nordrhein-westfälischen Vorbereitungsdienst als gleichwertig geeignet anerkennen lassen.

Für den Eintritt in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Berufskollegs ist zusätzlich der Nachweis über eine einschlägige fachpraktische Tätigkeit von 12 Monaten Dauer erforderlich.

Vorbereitungsdienst

Der Vorbereitungsdienst hat in Nordrhein-Westfalen für alle Lehrämter eine Dauer von 18 Monaten.

Um eine Einstellung in den Vorbereitungsdienst können Sie sich jeweils zum regelmäßigen Einstellungstermin am 01. Mai eines Jahres bewerben. In den vergangenen Jahren hat Nordrhein-Wetfalen auch zu einem zweiten jährlichen Termin im Herbst eingestellt. Über die Einrichtung dieses Zusatztermins wird jährlich neu entschieden. Zusätzlicher Einstellungstermin ist der 01. November eines Jahres.

Ausgebildet werden Sie während des Vorbereitungsdienstes an einer Ausbildungsschule und an einem Seminar des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL), welches für das von Ihnen gewählte Lehramt zuständig ist. Eine Übersicht aller ZfsL mit ihren jeweils lehramtsbezogenen Seminaren finden Sie unter http://www.zfsl.nrw.de/ZfsL/regional/index.html.

Während des Vorbereitungsdienstes werden Sie auf Ihre künftige Tätigkeit als Lehrerin bzw. Lehrer in zwei Fächern vorbereitet. Grundlegend für die Ausbildung im Vorbereitungsdienst sind die bildungs- und fachwissenschaftlichen sowie die fachdidaktischen Kompetenzen und Standards, wie sie die Kultusministerkonferenz (KMK) 2014 verabschiedet hat. Es sind bundesweit gültige Standards, die eine vergleichbare Ausbildung in den Ländern zum Ziel haben.

Die Ausbildung am ZfsL erfolgt in einem 3-stündigen Kernseminar (überfachliche Ausbildung) und in zwei 2-stündigen Fachseminaren (fachbezogene Ausbildung). Die überfachliche Arbeit im Kernseminar betont die fächerunabhängige Ausbildung in allen beruflichen Handlungsfeldern und beschäftigt sich mit den fächerübergreifenden didaktischen, methodischen und pädagogischen Aspekten. In den Fachseminaren wird dies fachspezifisch und fachdidaktisch weiter ausgeschärft.

An den Ausbildungsschulen hospitieren Sie zunächst zu Beginn des Vorbereitungsdienstes und unterrichten unter Anleitung einer Ausbildungslehrerin bzw. eines Ausbildungslehrers. Im Verlauf der Ausbildung übernehmen Sie zunehmend mehr Verantwortung in selbständig geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheiten.

Mehr zum Vorbereitungsdienst finden Sie unter: http://www.schulministerium.nrw.de/docs/LehrkraftNRW/Vorbereitungsdienst/index.html

Staatsprüfung

An einem von Ihnen vorgeschlagenen Termin in den letzten Monaten des Vorbereitungsdienstes findet schließlich die eintägige Staatsprüfung statt.

In zwei Fächern erläutern Sie in  einer Schriftlichen Arbeit ausführlich Ihr Unterrichtsvorhaben und führen die entsprechenden Unterrichtsstunden (Unterrichtspraktische Prüfungen) durch. Den Abschluss des Prüfungstages und damit der Staatsprüfung bildet eine mündliche Prüfung (Kolloquium) von 45 Minuten Dauer.

Die Prüfungsleistungen Schriftliche Arbeiten, Unterrichtspraktische Prüfungen und Kolloquium werden mit separaten Noten von einem Prüfungsausschuss bewertet, dem zwei Seminarausbilderinnen bzw. Seminarausbilder als Vertreter Ihrer beiden Fächer und eine Schulleiterin bzw. ein Schulleiter als Prüfungsvorsitzende bzw. Prüfungsvorsitzender angehören.

Dadurch, dass Ihre Prüfungsleistungen und Ihre Leistungen während des Vorbereitungsdienstes (Langzeitbeurteilung der Schule, Langzeitbeurteilung des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung) jeweils zur Hälfte in das Gesamtergebnis eingehen, wird sichergestellt, dass nicht nur Ihr punktuelles Leistungsvermögen am Prüfungstag, sondern auch Ihre Leistungen während des 18-monatigen Vorbereitungsdienstes mit jeweils gleichem Gewicht bei der Ermittlung des Prüfungsergebnisses Berücksichtigung finden.

Am letzten Tag Ihres Vorbereitungsdienstes erhalten Sie Ihr Zeugnis über eine Staatsprüfung. Der Weg für ein vielfältiges und herausforderndes Berufsleben mit vielen Perspektiven steht Ihnen nun offen.

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